Ich bin ein vaterlandsloser Geselle

Irgendein Staatssekretär bezeichnete die Wähler von BSW und AfD als „vaterlandslose Gesellen“. Das muß wohl was ganz Schlimmes sein.

Anscheinend zähle ich mit dazu, und dafür kann ich ja nicht mal was: Mein Land gibt es nicht mehr, auch mein Vater ist schon lange tot.
Das Wort Vaterland habe ich außerdem noch nie in meinem aktiven Vokabular gehabt. Es blieb immer noch Heimatland oder Heimat, und das ist nun mal nicht die BRD.
Vaterlandslose Gesellen kannte ich bis dato nur aus Büchern.

Ich stelle mir gerade die absurde Situation vor, daß ich sage: „Die BRD – mein Vaterland“.
Das wäre so kurz vor einem Schreikrampf – wenn es nicht so komisch wäre.

Dann wäre da noch „Deutschland einig Vaterland“, bevor es 1971 aus der Mode kam, das in der Nationalhymne der DDR zu singen. Daher wohl auch meine Abneigung bei dem Begriff „Vaterland“.

Mein 1. Mai

Um ein Haar wäre ich zur 1.Mai-Demo in Krefeld gegangen. Die Mainelke lag schon parat. Aber was hätte das gebracht?
Richtig. mehr